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Unternehmen kämpfen mit der Einhaltung der DSGVO-Deadline

Der 25. Mai ist mittlerweile schon vorbei und Unternehmen kämpfen immer noch mit der neuen Datschnschutz-Grundverordnung (DSGVO). Aus Berichten in April ging hervor, dass IT Manager in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland ihr Unternehmen nicht schnell genug umstrukturieren, um sich der DSGVO anzupassen. 

Die DSGVO wurde vor zwei Jahren angekündigt und Unternehmen verzögern sich offenbar bei der Vorbereitung auf die DSGVO oder nehmen diese in vielen Fällen nicht mal zu Kenntnis. Dadurch ignorieren Unternehmen gleichzeitig die Vorteile, die Sie aus der Einhaltung der Vorschriften ziehen können.

Die Verbesserung der Datenverarbeitungsprozesse kann eine erste Investition erfordern, führen aber dann letztendlich zu sicheren und transparenten Richtlinien.

Die DSGVO kurz zusammengefasst

  • Beschreibt rechtliche Gründe für die Verarbeitung personenbezogener Daten.
  • Erfordert die Einrichtung eines Risikomanagements für personenbezogene Daten, Richtlinien und Verfahren.
  • Enthält eine Verpflichtung Verstöße gegen die Aufsichtsbehörde zu melden.
  • Verbessert die Rechte der betroffenen Personen wie: Recht auf Löschung, Datenübertragbarkeit und das Recht auf Verweigerung, beispielsweise für Direktmarketing-Zwecke.
  • Enthält Informationspflicht gegenüber betroffenen Personen.
  • Gibt Aufsichtsbehörden Ermittlungs- und Sanktionsbefugnisse. 

Die Nichteinhaltung der DSGVO kann Unternehmen bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4% ihres Jahresumsatzes kosten.

Die meisten Unternehmen sind noch nicht bereit für die DSGVO

67% der globalen Unternehmen, hat schon im Vorhinein gezweifelt, die DSGVO-Deadline einhalten zu können. Während der NetApp-Bericht zeigt, dass doch die meisten daran arbeiten, war es schon klar, dass viele Unternehmen nicht die Deadline am 25.Mai einhalten können.

Die gleiche Umfrage zeigt eine überraschende Skepsis gegenüber der neuen Verordnung. Laut dem Net-App-Bericht:

  • sind 40% der US-Unternehmen und 35% der globalen Unternehmen der Ansicht, dass die DSGVO aufgrund finanzieller Sanktionen ihre Existenz bedrohen könnte.
  • denken 52% der US-Unternehmen und 50% der globalen Unternehmen, dass dies zu Reputationsschäden führen könnte.
  • sind sich nur 52% der US-Unternehmen und 39% der globalen Unternehmen sicher zu wissen, wo ihre Daten gespeichert sind.
  • investieren 63% der US-Unternehmen weiterhin in private Cloud-Dienste und gewährleisten weiterhin die Einhaltung des Datenschutzes.

Die DSGVO bringt langfristige Vorteile

Die Einhaltung der DSGVO wird die Effizienz erhöhen und Unternehmen vertrauenswürdiger machen.

Durch den Einsatz von Datenschutzprozessen und das Geben von mehr Macht an den Endnutzer, wird sich dies langfristig positiv auswirken. Die Einhaltung der DSGVO wird das Vertrauen Ihrer Kunden und Mitarbeiter stärken.

Es ist möglich, dass Unternehmen nicht direkt auf die Einhaltung der Vorschriften pochen, da es noch ungewiss ist wie die DSGVO durchgesetzt wird und welche Auswirkungen sie haben wird.

Erst ab Juni werden wir wissen, wie streng die Aufsichtsbehörden sein werden und wann Geldbußen gegen Unternehmen verhängen, die die DSGVO nicht einhalten.

Der Ansatz „Abwarten und Tee trinken“ könnte jedoch zu einem kostspieligen Fehler werden. Wenn Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation mit personenbezogenen Daten umgeht, sollten Sie sicherstellen, dass Sie über die richtigen Prozesse verfügen.  

Unternehmen hoffen auf Einhaltung durch das Verwenden einer Cloud

Das Ändern der Datenverarbeitung in Ihrem Unternehmen kann mit hohen Kosten verbunden sein. Der Einsatz von Cloud-Lösungen, denen Sie vertrauen, kann jedoch den Prozess vereinfachen.

Die Nutzung von Cloud-Lösungen hat zugenommen und Unternehmen sind mehr und mehr auf diese Lösungen angewiesen. Die Verwendung einer konformen Cloud-Plattform ist bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Eine DSGVO-fähige Lösung kann sehr hilfreich sein im Bezug auf die Vertraulichkeit Ihrer Daten, wenn Sie diese gewährleisten und täglich weitergeben möchten. 

Wenn Ihr Unternehmen in Europa ansässig ist, können Sie nach einem exklusiven Cloud-Speicher in Europa suchen.

Skepsis gegenüber US-Unternehmen wie Microsoft und Dropbox wächst. Der kürzlich verabschiedete Cloud Act wirkt genau gegen die DSGVO und wirft mehr Fragen zum Datenschutz auf.

Die Auswirkung der DSGVO nach dem 25.Mai ist noch ungewiss. Stellen Sie jedoch sicher, dass Sie so viel wie möglich tun, um konform zu werden. Beginnen Sie damit, zu evaluieren, welche Cloud-Lösungen Ihr Unternehmen verwendet und ob sie der DSGVO entsprechen.

Sources: FT AdviserComputer Weekly , Forbes , Security Brief