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Australische Behörden können jetzt Ihre verschlüsselten Nachrichten lesen

 

Die vom australischen Parlament verabschiedete neue Gesetzesvorlage wird Technologieunternehmen dazu zwingen, auf Anfrage verschlüsselte Messaging-Daten an Regierungsbehörden zu übergeben. Das Gesetz, bekannt als „The Assistance and Access Bill“, wird von der Öffentlichkeit, den Befürwortern des Datenschutzes und Technologiegiganten wie Apple, Facebook und Google stark abgelehnt.

 

Sind Ihre Nachrichten verschlüsselt?

Zu den durchgängig verschlüsselten Kommunikationsanwendungen gehören WhatsApp, Telegram, iMessage und viele andere. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass nur der Sender und der Empfänger über den Entschlüsselungsschlüssel verfügen und die Nachrichten anzeigen können. Nicht einmal das Kommunikationsunternehmen kann die Nachricht lesen.

 

Die Verschlüsselung aufheben

Das Gesetz schafft eine Hintertür in der Verschlüsselung, mit der australische Behörden auf private Unterhaltungen zugreifen und diese lesen können. Die Gesetzesvorlage impliziert, dass Technologieunternehmen den Zugang zu Gesprächsdaten gewähren müssen, manchmal selbst im Geheimen. Ein Chat zwischen zwei Freunden wird beispielsweise zu einem Gruppenchat zwischen ihnen und einem Polizeibeamten ohne deren Wissen.

Mitarbeiter der Unternehmen, die den Kommunikationsdienst anbieten, und die sich weigern, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, können möglicherweise inhaftiert werden. Das Unternehmen selbst kann mit einer Geldstrafe von bis zu 7,8 Mio. USD belegt werden, wenn das Gesetz nicht eingehalten wird.

Sicherheitsexperten, die sich dem Gesetz widersetzen, erklären, dass die Schaffung einer Hintertür die Sicherheit der gesamten Plattform auf der ganzen Welt gefährden würde. Wenn die Hintertür vorhanden ist, können Hacker auch die Nachrichten von Personen abfangen. Somit entsteht auch eine systematische Schwäche, die die Daten von Personen gefährden kann.

Das Parlament hat das Gesetz vor allem verabschiedet, um es der Polizei zu erleichtern, Kriminelle aufzuspüren und abzufangen. Derzeit nutzen terroristische Gruppen, Drogendealer und andere Kriminelle die verschlüsselten Dienste zur Kommunikation.

 

Was ist mit dem Rest der Welt?

Es ist noch unklar, wie die Gesetzgebung den Rest der Welt beeinflussen wird. Möglicherweise kann das Gesetz mit Datenschutzgesetzen in anderen Ländern intervenieren. Laut der DSGVO müssen beispielsweise Datenverletzungen oder Sicherheitsverletzungen gemeldet werden. Zur gleichen Zeit wird der Regierung durch die „Assistance and Access Bill“  Zugang zu geheimen Informationen ermöglicht.

Dies würde auch dem Ruf australischer Unternehmen schaden, die Kommunikationsprogramme auf dem Weltmarkt exportieren wollen. Jeder in Australien registrierte Messaging-Dienst müsste der „Assistance and Access Bill“ entsprechen.

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